2007: WORLDRUN

Einmal zu Fuß um die Welt – ein großer Traum abseits von jeglichen Rekordgedanken wurde wahr. Berührende und fantastische Begegnungen mit den Menschen dieser Erde waren das prägende und beeindruckendste.

Am 3. Januar 2007 brach ich zu einer Weltumrundung auf eigenen Füßen auf. Am 9. November 2007 erreichte ich Berlin und lief abschließend durch das Brandenburger Tor. Zwischen Start und Ziel lagen 13.262 Kilometer – oder anders gesagt, mehr als 314 Marathons in 311 Tagen, 4 Kontinente, 27 Länder und eine Vielzahl von Erlebnissen.
Ich erlief mir Orte und Sehenswürdigkeiten wie die sagenhafte Felsenstadt Petra, die ägyptischen Pyramiden, das indische Taj Mahal und den Grand Canyon in Arizona, überquerte am Bosporus die Grenze zwischen Europa und Asien, joggte durch die Hitze in Indien und Vietnam und traf auf diesem Wege mit vielen interessanten Menschen zusammen.
Ich erlebte Hochs und Tiefs, dass ist weniger meteorlogisch oder geographisch gemeint, obwohl sich auch diese Extreme sehen lassen können:

  • Höchster Punkt der Strecke war der Cottonwood-Pass / USA mit 12.126 Fuß über dem Meeresspiegel.
  • Den tiefsten Punkt der Strecke erreichte Robby mit 420 Meter unter Null am Toten Meer,
  • Mit 51° C im Schatten war es im kalifornischen Death Valley / Tal des Todes am heißesten.
  • Seinen persönlichen Kältepol erlief sich Robby Clemens in der Türkei, als das Thermometer minus 17° C anzeigte.

Hochs und Tiefs – das sind die Probleme und Erfolge unterwegs, so z.B. im tschechischen Kladno, als große Teile der Ausrüstung gestohlen worden oder als ich beim Lauf durch Ungarn und Rumänien von Verletzungen geplagt wurde.

Kraft schöpfte ich bei meinem Lauf aus dem täglichen Erfolg, wieder einen Marathon absolviert zu haben und vor allem aus Begegnungen mit Menschen rund um den Globus.
Mein Team und ich wurden in vielen Städten und Dörfern begeistert als laufende Botschafter Deutschlands empfangen, eine deutsche Fahne war immer dabei. Ich trainierte in Syrien mit Behinderten, besuchte in Indien Nomadenkinder, war erschüttert von My Lai und begeistert vom Grand Canyon und traf in Oberhof deutsche Biathleten.
Der emotionale Höhepunkt des Laufes war mit Sicherheit das Wiedersehen mit meiner Frau und Tochter, als wir nach zehnmonatiger Trennung in Deutschland ankam.

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