2012: Experiment Plautze

Ein Selbstversuch.

Motivation

Bei den vielen Vorträgen, die ich halte, kommen immer wieder Besucher zu mir oder mailen mir:

“Robby, ich versuche schon seit Jahren immer wieder abzunehmen, nur es gelingt nicht.
Du hast ja mal von 125 kg bis auf 80 kg abgenommen – wie hast du das gemacht?
Ich glaube, du würdest das bestimmt nicht noch mal schaffen“.

Die Frage, die sich mir nun stellte war:
Gebe ich ein paar Tipps zum Abnehmen, oder sollte ich nochmal vorleben, dass es geht?
Warum sollte ich das machen, helfe ich jemandem damit?

Aufgrund der nicht abreißenden Fragen zum Abnehmen und weil viele vor dem Problem stehen, es nicht zu schaffen, habe ich mich entschlossen, das Experiment „Plautze“ zu starten.

Experiment „Plautze“  – ein Selbstversuch

Vom 1. Januar bis 19. Februar 2012 habe ich mir 15 Kilo mehr angefuttert. Dazu werde ich extra berichten, wie das ging, bei welcher Ernährung man besonders schnell zunimmt und bei welcher nicht. In diesem Zeitraum von 50 Tagen kein Sport – Null Training!

Ich wurde dabei medizinisch vom WORLDRUN-Team unter der Leitung unserer Ärztin Gisela Giermann überwacht und betreut.

Ab dem 19. Februar 2012 Beginn mit speziellem Ernährungsplan und Trainingsplan.

Ziel ist es, bis zum 12.05.2012 fünfzehn Kilogramm abzunehmen und dann beim Gutsmuths-Lauf den Halbmarathon zu bewältigen. Die Zeit ist dabei unwichtig, das Ankommen zählt.

Und weil mir das Laufen auf dem Rennsteig so gefällt, möchte ich aus dieser ungewöhnlichen Phase heraus testen, ob mein Körper und Kopf dann schon bereit ist, eine besondere Extrembelastung zu bewerkstelligen.

Den Rennsteig 168 km  innerhalb von 48 Stunden am ersten Juni-Wochenende nonstop zu bewandern ohne zu schlafen.

Ich tue dies nur, um mich selbst zu testen, also keine Rekordgedanken oder dergleichen.
Einfach Spaß haben und genießen. Der Rennsteig  ist zum Wandern einfach fantastisch!

Fazit

Mein Wunschgewicht von 80 kg habe ich ohne Probleme erreicht, desweiteren konnte ich die Ziellinie beim Rennsteiglauf glücklich und begeistert überlaufen, die Rennsteigwanderung wurde jedoch zu einem schmerzlichen Erlebnis.

Nachdem  ich bereits über die Hälfte des Weges  zurück gelegt hatten, zwang mich eine Verletzung zur Aufgabe. Bei feuchter Nässe und nicht mehr vollster Konzentration sowie über 24 Stunden nonstop unterwegs sein rutschte ich auf einer Wurzel so extrem aus, dass ich einen Spagat vollführte und dabei einen Leistenbruch erlitt.

Eine Woche später lag ich auf dem OP Tisch einer Klinik und musste deswegen eine Operation über mich ergehen lassen. Alles verlief ohne Probleme und ich konnte nach einer kurzen Pause wieder voll in mein Trainings und Laufprogramm einsteigen.

Irgendwann stellen ich mich noch einmal der Aufgabe den Rennsteig an einem Stück zu bewandern. Die Faszination Rennsteig hat mich angesteckt.